31. Oktober 2009 · Kommentare deaktiviert · Finanzen, Wirtschaft
Chinas Arbeiter und Angestellte verdienen von Jahr zu Jahr mehr Geld – wenn man der Statistik glaubt. Allein 2008 stiegen die städtischen Löhne um 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, rechnete das Statistische Amt vor. Im Durchschnitt verdiente ein Städter 29 229 Yuan (rund 2923 Euro), also rund 250 Euro pro Monat – viel Geld angesichts der niedrigen Lebenshaltungskosten.
Und 2009 gehen die “offiziellen” Gehaltssteigerungen weiter. Trotz Wirtschaftskrise konnten Arbeiter und Angestellte im ersten Halbjahr ihren Lohn offiziell auf 14 638 Yuan steigern, 12,9 Prozent über dem ersten Halbjahr 2008. Real lag der Anstieg sogar noch höher, weil die Verbraucherpreise sanken.
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Schlagwörter: Lohnstatistik·Statistiktrickserei
Chinas Versicherungsgesellschaften dürfen (= müssen) zukünftig auch auf dem Heimatmarkt in hochwertige Gewerbeimmobilien investieren. Dieser Markt leidet nach einer langjährigen Boomphase besonders krass unter der Weltwirtschaftskrise. Die staatliche Versicherungsaufsicht hat die Anlagerichtlinien für die Versicherungsunternehmen aktuell gelockert. Diese verwalten zusammen rund 380 Mrd. Euro Versichertengelder. Es fehlen zwar noch Details, wie viel die Versicherer im Höchstfall in Gewerbeimmobilien anlegen dürfen, aber mit Blick auf entsprechende Deregulierungsschritte in der Vergangenheit könnten fünf bis acht Prozent der Anlagesumme in den Markt fließen – maximal also rund 30 Milliarden Euro.
Die Analysten des Immobilien-Großmaklers Jones Lang kalkulieren mit mindestens 23 Mrd. Euro, die vor allem in Geschäftsbauten in Toplagen fließen werden. Bereits dieses Volumen wäre mehr als doppelt so viel, wie derzeit in hochklassige Immobilien in Chinas boomender Wirtschaftsmetropole Schanghai investiert sind.
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Schlagwörter: Gewerbeimmobilienmarkt·Versichertengelder
Der neueste Hurun Report über die reichsten Chinesen beschreibt, wie Superreiche leben wollen.
Dem Bericht zufolge wohnen die meisten wohlhabenden Chinesen in Beijing – 143.000 Multimillionäre und 8.800 Milliardäre. In Shanghai gibt es 116.000 Multimillionäre und 7.000 Milliardäre.
Um zur Oberschicht zu gehören, müssen Beijings Reiche mindestens 87 Millionen Yuan (8,89 Millionen Euro) für Immobilien, Autos und andere Luxusgüter ausgeben, heißt es in dem Bericht.
Sie haben mindestens drei Wohnsitze, zum Beispiel eine Villa wie die 400 Quadratmeter große Ziyu Shanzhuang Villa im Wert von 24 Millionen Yuan (2,45 Millionen Euro), ein Luxusappartment im Stadtzentrum in Arbeitsplatznähe und ein traditionelles Hofhaus in einem Hutong, typischerweise in Beijings beliebtem Hutong-Stadtviertel Houhai.
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Schlagwörter: Hurun Report·Oberschicht·Reichenliste
China verschiebt eine endgültige Lösung seiner letzten Bankenkrise: Die Regierung verlängerte die Laufzeit von Anleihen, die im Zuge einer Rettungsaktion für die Branche vor einem Jahrzehnt ausgegeben worden waren, und die nun unter anderem in der Bilanz der China Construction Bank stehen. Zehnjährige Bonds über 247 Mrd. Yuan (25 Mrd. Euro), die ursprünglich am Montag fällig geworden wären, würden nun auf Anordnung des Finanzministeriums weitere zehn Jahre laufen, teilte das mittlerweile nach Börsenkapitalisierung zweitgrößte Institut der Welt am Dienstag mit.
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Schlagwörter: Bankenkrise·China Bad Bank·Kredit-Altlasten