China öffnet seine Börse wieder für Erstnotizen. Nach einer Unterbrechung seit September 2009 genehmigt die Börsenaufsicht CSRC neue Börsengänge. Allerdings will Beijing keine Flut zulassen – zunächst wird der Markt mit ausgewählten IPO’s getestet.
Zugleich wolle die Regierung laut Handelsministerium nun ausländische Unternehmen davon überzeugen, an den chinesischen Markt zu gehen. Als erster Kandidat gilt die britische Bank HSBC, die in Asien überaus stark auftritt und schon an der Hongkong-Börse notiert ist.
Das Zögern der chinesischen Regierung dokumentiert ihre Gratwanderung zwischen der Reaktion auf die Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten und dem Abwürgen des Aufschwungs durch ein zu frühes Überangebot. Seit Jahresbeginn hat der Shanghai Composite Index gute 65 Prozent gewonnen. Er hat sich in den vergangenen Jahren aber als extrem volatil erwiesen: Nachdem er im Oktober 2007 ein Allzeithoch von 6124 erreicht hatte, stürzte er in Jahresfrist auf 1680 Punkte. Derzeit notiert er um die 3000 Zähler.
Vor dem – nie offiziell erklärten – Moratorium ab dem Herbst vergangenen Jahres standen schon 32 Unternehmen Schlange, die eine vorläufige Zulassung zum Börsengang in China erhalten hatten. Mehr als 300 Unternehmen stecken seit einem Jahr im Zulassungsprozess, der nicht weiterging. (Quelle: FAZ.NET)



