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Viele chinesische Paare wollen kein zweites Kind

6. August 2009 · Keine Kommentare · Generelles

Während die Familienplanungspolitik einerseits viele Einwohner Chinas davon abhält, ein zweites Kind zu bekommen, will andererseits mehr als die Hälfte derer, die eigentlich ein zweites Kind bekommen dürfen, gar keines. Der Grund dafür hat ein kürzlich veröffentliche Studie enthüllt: Die Ablehnung basiert ausschließlich auf finanziellen Überlegungen.

Ein Kind stellt auch in China viele Familien mit mittlerem Einkommen vor riesige finanzielle Anforderungen. Das ganze Einkommen ginge laut dieser Umfrage gerade in größeren Städten drauf für Wohnungsmiete, Babyessen und Babykleidung. Daher könne man sich ein zweites Baby schlicht nicht mehr leisten.

Die Untersuchung führte die Shanghaier Zeitung Dongfang Daily durch. Sie bezog sich dabei auf ein Anschreiben und Streetworkeraktivitäten der Shanghaier Stadtregierung, die im vergangenen Monat sehr offensiv Ehepaare daran erinnert hatte, dass sie ein zweites Kind bekommen dürfen, wenn beide Elternteile Einzelkinder sind.

Von den 829 Befragten gaben 23 Prozent an, dass sie ein zweites Kind haben könnten. Davon wiederum erklärten 59 Prozent, dass sie gar kein zweites Baby wünschten. 18,5 Prozent sagte, dass sie ein zweites Kind wollen und 22 Prozent zeigten sich unentschlossen. Von denen, die kein zweites Kind haben dürfen, gaben 51 Prozent an, dass sie auch dann kein zweites Kind haben wollen, wenn es ihnen erlaubt wäre. Nach dem Grund für diese Einstellung befragt, gaben sie vor allem Geldfragen an.

Mehr als drei Millionen Menschen, was rund 22 Prozent der Shanghaier Bevölkerung entspricht, sind 60 Jahre alt oder älter. (Quelle: China Observer)

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