“Es gibt weiter eine Menge instabiler und ungewisser Faktoren”, so der Regierungschef Wen Jiabao, “die wirtschaftliche Lage ist weiter sehr ernst.” Er warnte ausdrücklich vor blindem Optimismus, nachdem in den vergangenen Wochen etliche Banker und Fondsmanager die Wirtschaftskrise in China für beendet erklärt hatten. Auch wenn die Wirtschaft im 2. Quartal bereits um 7,9 Prozent gewachsen ist und für das 3. Quartal sogar ein Wert von über 8 Prozent angepeilt wird, sei das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik noch immer instabil und keineswegs gefestigt.
Westliche Konjunkturexperten warnen ebenfalls vor einer übermäßigen China-Euphorie. Das fehlende Wachstum in den USA kann nicht durch die Aufwärtsentwicklung in den Emerging Markets wie China oder Indien kompensiert werden. Rückschläge drohen dort vor allem ab 2011, wenn die staatlichen Konjunkturprogramme keine Wirkung mehr zeigen.



