In der chinesischen Großstadt Shanghai sind jetzt auch Online-Gerichtsverfahren möglich. Traditionelle „Face-to-Face“-Verhandlungen werden dabei in begrenztem Umfang durch „Keyboard-to-Keyboard“-Kommunikation ersetzt.
Der „N°1 Intermediate People’s Court“ von Shanghai hat jüngst ein neues juristisches Serviceangebot der verblüfften Öffentlichkeit vorgestellt: das „virtuelle Gericht“.
Diese Rechtsstreit-Plattform im Internet umfasst verschiedene zweckdienliche juristische Dienstleistungen und den gesamten Verfahrensablauf, einschließlich Online-Registrierung, Online-Nachprüfungen, Direktkontakte zum Richter, Online-Mediation und Online-Austausch von Beweismitteln.
Die Hauptleistungen bestehen aus zwei Bereichen: Die eine ist ein öffentlicher Servicebereich, welcher umfangreiche juristische Texte (Gesetze, Verordnungen, Verfahrenshinweise usw.) zum Lesen und Runterladen anbietet. Der Online-Richter beantwortet im Vorfeld auch rechtliche Fragen von Verfahrensteilnehmern. Für bestimmte Fallarten gibt es testweise auch eine Online-Live-Verhandlung.



