5,6 Millionen neue Hochschulabsolventen drängen in China in diesem Jahr auf den Arbeitsmarkt. Und weil auch schon in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Akademiker keine Arbeit gefunden haben, sind jetzt bald mehr als zehn Millionen von ihnen arbeitslos.
Wobei wegen der meist praxisfernen, sehr Theorie überfrachteten Ausbildungsgänge die Integration dieser Jung-Akademiker in das Wirtschaftsleben meist schwierig und oft auch unmöglich ist. Viele suchen deshalb minderqualifizierte Jobs in anderen Branchen oder belegen praxisnahe Weiterbildungskurse an privaten Bildungseinrichtungen (z.B. ein graduierter Ingenieur zur CNC-Fachkraft).
Auch diese Zusatzausbildung muss privat, d.h. von der eigenen Familie finanziert werden. Es heißt übrigens, dass in China mehr als 80% aller Bildungsausgaben privat finanziert werden.
In chinesischen Großstädten wie Shanghai, Beijing oder Guangzhou ist auf den ersten Blick von Wirtschaftskrise und Akademikerschwemme nicht viel zu spüren. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppen sich beispielsweise viele der nagelneuen Büroetagen im Beijinger “Central Business District” als leer. Der nacholympische Boom, auf den ihre Bauherren spekuliert hatten, lässt zumindest noch eine Weile auf sich warten.
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